Seychellen - La Digue, Praslin & Mahe - Oktober 2002
Anreise und allgemeine Informationen
Die Inselwelt der Seychellen hat eine Fläche von 454 Quadratkilometern (Seefläche 390000 Quadratkilometer), die von ca. 75000 Einwohner bevölkert werden. Der Großteil lebt in der Hauptstadt Victoria auf Mahé. Die Landessprache ist Kreolisch, die Amtssprache Französisch. In den Hotels wird Englisch überall verstanden. Die Landeswährung ist die Seychellen-Rupie. Damit kann man aber bestenfalls mit dem Bus fahren, in den Hotels ist der EURO und der Dollar angesagt (aber davon reichlich). Die Zeitverschiebung beträgt plus 3 Stunden in der Winterzeit und plus 2 Stunden im Sommer. Das Klima auf den Seychellen ist so eine Sache, eine beste Reisezeit gibt es eigentlich nicht. So kann es sein das es am Tag mehrmals, teilweise sehr kräftig, regnet. Dabei ist es aber schön warm und zwar ganzjährig zwischen 27 und 32 Grad am Tag und Nachts zwischen 24 und 27 Grad.
La Digue - Pension Michel
Auf La Digue gibt es die kleine Familienpension Pension Michel im Inselinneren. Mit 5 Zimmern ist sie sehr familiär und gemütlich. Die Zimmer sind groß und geräumig. Es lohnt sich Halbpension zu nehmen, da es ein sehr gutes typisch kreolisches Abendessen gibt. Das Frühstück dagegen fällt eher spärlich aus. Ein Nachteil sind ebenfalls die “unruhigen” Nächte bei Vollmond. Sämtliche Hunde aus der Nachbarschaft (ca. 3-4) bellen den Mond an. Auch mit dem Ausschlafen ist es so eine Sache. Pünktlich bei Sonnenaufgang kommt der Hahn des Nachbarn seiner Pflicht nach und kräht tüchtig. Da man sich jedoch im Urlaub befindet, kann man über solche Kleinigheiten sicher ein paar Tage hinwegsehen. Ein paar Tage sollte man sich doch auf jeden Fall für La Digue Zeit nehmen. Es gibt einiges zu besichtigen und zu unternehmen. Besonders die Strände sind einen Besuch wert. Übrigens, zum Strand läuft man von der Pension Michel ca. 5 Minuten.
Unternehmungen/Fauna/Flora
Tauchen auf La Digue
Tauchschule in der La Digue Island Lodge (ca. 5 Min. entfernt von der Pension Michel) Die Tauchbasis ist sehr sauber und ansprechend. Es gibt mehrsprachine Tauchlehrer, die sogar für die Gäste nach dem Tauchen das Equipment reinigen. Vom Tauchen muss sich wohl jeder seine eigene Meinung bilden. Wir waren enttäuscht. Durch die geringen Tauchtiefen rund um La Digue (ca. 20m) hat die Korallenwelt sehr gelitten. El Nino hat viele Korallen komplett zerstört.
Praslin - Hotel Cote´Mer
Im Hotel Cote´Mer verbrachten wir eine Woche. Am Hang gelegen, hatten wir eine schöne Aussicht auf den Fährhafen nach La Digue. Es gibt mit Sicherheit Hotels in schönerer Lage. Allerdings findet man sicherlich nicht viele Hotels mit solch schönen Zimmern in dieser “günstigen” Preiskategorie. Auch hier ist die Halbpension wieder empfehlenswert. Um zu einem schönen Strand zu gelangen, muss man allerdings eine 15 bis 30 minütige Busfahrt in Kauf nehmen. Aber auch das ist ein Erlebnis. Steigt man in den Bus ein, zahlt man 3 Rupien, ganz gleich ob man an der nächsten Haltestelle aussteigen oder die ganze Insel per Bus erkunden möchte. Der Bus hält allerdings nur an, wenn man “arrete devant” vor der nächsten Haltestelle ruft.
Unternehmungen/Fauna/Flora
Tauchen auf Praslin
Octopus Diving Center an der Anse Volbert (Transfer vom Hotel zur Tauchbasis und zurück organisiert die Tauchschule. Transferdauer ca. 15 Min.) Die Tauchbasis und das Tauchen selbst sind unserer Meinung nach nicht zu empfehlen. Leider sind auch hier die Tauchplätze sehr von El Nino in Mitleidenschaft gezogen worden. Aber, wie bereits erwähnt – jeder muss sich selbst ein Bild machen. Was uns mehr entsetzte, war die Tauchbasis selbst. Mit ca. 10-14 Personen fährt man in einem viel zu engen Boot zum Tauchplatz. Dort angekommen muss jeder einzeln seine Ausrüstung anlegen, da für 2 oder mehrere Personen gleichzeitig auf dem kleinen Speedboot kein Platz ist. Es vergeht also einige Zeit, bis der erste ins Wasser gesprungen und der letzte fertig angezogen ist. Auch von einem Briefing, von “don’t touch anything underwater” oder einem abschliessenden Sicherheitsstop hat man bei Octopus Diving wohl noch nichts gehört. 1 Tauchtag war deshalb vollkommen ausreichend.
Mahé - Anse Soleil Guesthouse
Octopus Diving Center an der Anse Volbert (Transfer vom Hotel zur Tauchbasis und zurück organisiert die Tauchschule. Transferdauer ca. 15 Min.) Die Tauchbasis und das Tauchen selbst sind unserer Meinung nach nicht zu empfehlen. Leider sind auch hier die Tauchplätze sehr von El Nino in Mitleidenschaft gezogen worden. Aber, wie bereits erwähnt – jeder muss sich selbst ein Bild machen. Was uns mehr entsetzte, war die Tauchbasis selbst. Mit ca. 10-14 Personen fährt man in einem viel zu engen Boot zum Tauchplatz. Dort angekommen muss jeder einzeln seine Ausrüstung anlegen, da für 2 oder mehrere Personen gleichzeitig auf dem kleinen Speedboot kein Platz ist. Es vergeht also einige Zeit, bis der erste ins Wasser gesprungen und der letzte fertig angezogen ist. Auch von einem Briefing, von “don’t touch anything underwater” oder einem abschliessenden Sicherheitsstop hat man bei Octopus Diving wohl noch nichts gehört. 1 Tauchtag war deshalb vollkommen ausreichend.
Unternehmungen/Fauna/Flora
Tauchen auf Mahé
Aquanaut Diving Center im Hotel Plantation Club (auch hier wird der ca. 15 minütige Transfer zur Nachbarbucht von der Tauchbasis organisiert) Die Tauchbasis befindet sich direkt auf dem Gelände des Hotels in einer kleinen “runden Strohhütte”. Getaucht wird von einem Schnellboot aus. Dieses fährt die Tauchplätze in ca. 5-15 Minuten an. Von den Tauchlehrern und Mitarbeitern waren wir, nach dem negativen Erlebnis auf Praslin, sehr angenehm überrascht. Es war ein entspanntes Tauchen, dem ein sehr gutes Briefing vorausging. Da es leider auch am Tauchtag regnete, wurden wir nach dem Tauchgang noch mit Tee und Kaffee versorgt. Unser Urteil – sehr empfehlenswert. Die Tauchgebiete um Mahé haben auch von der Unterwasserwelt etwas mehr zu bieten. Viele schöne Felsformationen mit Schwarmfischen gibt es zu sehen. Auch Haie, Rochen und Napoleonfische kann man hier entdecken. Eindeutig das schönste Tauchrevier von den 3 Inseln, die wir besucht haben. Auf Mahé hätten wir gerne noch einen weiteren Tauchtag eingelegt, doch leider fehlte die Zeit.
Anmerkungen zum Schluss
Die Seychellen sind ein sehr teures Reiseziel. Wer allerdings auch den entsprechenden Service für dieses Geld erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Wer aber die schöne Natur erleben will, ist auf den Inseln genau richtig und wird einen faszinierenden Urlaub verbringen.